Wann braucht Ihre Linearbewegung hohe Präzision?
Manche Anwendungen haben ganz besondere Anforderungen an Präzision. Aber wann weiß man überhaupt, dass man hohe Präzision benötigt? Das erfahren Sie hier.
Woran erkennen Sie, dass Ihrem Linearantrieb die nötige Präzision fehlt?
Warum entstehen Ungenauigkeiten bei Linearbewegungen?
Ob ein Antrieb eine Position genau erreicht, hängt von mehreren Faktoren ab. Mechanisches Spiel kann beispielsweise dazu führen, dass sich die Position beim Richtungswechsel verändert. Auch Fertigungstoleranzen einzelner Bauteile oder Verformungen unter hoher Belastung wirken sich auf die Genauigkeit aus. Hinzu kommen äußere Einflüsse wie Temperaturschwankungen und Schwingungen. Gerade wenn eine Position häufig und möglichst exakt angefahren werden muss, können bereits kleine Abweichungen zum Problem werden.
Welche Folgen hat eine ungenaue Linearbewegung für Ihre Anwendung?
Ungenaue Linearbewegung
Der Antrieb erreicht die gewünschte Position nicht zuverlässig.
Abweichungen im Arbeitsprozess
Werkstücke, Werkzeuge oder Bauteile befinden sich nicht an der vorgesehenen Position.
Fehlerhafte Arbeitsergebnisse
Bearbeitungsschritte werden ungenau ausgeführt. Die Qualität der Ergebnisse nimmt ab.
Steigender Korrekturaufwand
Zusätzliche Messungen, Nachjustierungen und Kontrollschritte werden erforderlich.
Höhere Betriebskosten
Ausschuss, Nacharbeit und längere Taktzeiten beeinträchtigen die Wirtschaftlichkeit der Anlage.
Warum Sie Präzisionsanforderungen frühzeitig berücksichtigen sollten
Je höher die Anforderungen an die Positioniergenauigkeit sind, desto stärker wirken sich bereits kleine Abweichungen auf die Qualität und Zuverlässigkeit der Anlage aus. Daher sollten Ungenauigkeiten bei Linearbewegungen nicht erst dann behoben werden, wenn sie den Produktionsablauf beeinträchtigen. Mit einer frühzeitigen Auslegung mit dem richtigen Antrieb für Präzision, vermeidet man spätere Anpassungen und unnötigen Korrekturaufwand.
Häufig gestellte Fragen zur hoher Präzision
Präzision beschreibt, wie genau ein Antrieb eine gewünschte Position erreicht und wie zuverlässig er diese bei wiederholten Bewegungsabläufen anfährt. Dabei spielen sowohl die Positioniergenauigkeit als auch die Wiederholgenauigkeit eine wichtige Rolle.
Die Positioniergenauigkeit beschreibt, wie nah eine tatsächlich erreichte Position an der vorgegebenen Sollposition liegt. Die Wiederholgenauigkeit gibt an, wie zuverlässig dieselbe Position bei mehreren Bewegungszyklen erneut erreicht wird.
Mechanisches Spiel, Fertigungstoleranzen, elastische Verformungen, Temperaturschwankungen und wechselnde Belastungen können die Präzision beeinflussen. Auch die Steuerung und Regelung des Antriebs spielen eine wichtige Rolle.
In automatisierten Anlagen müssen Bewegungsabläufe häufig tausende Male unter vergleichbaren Bedingungen ausgeführt werden. Eine hohe Wiederholgenauigkeit sorgt dafür, dass Positionen zuverlässig reproduziert werden und gleichbleibende Arbeitsergebnisse möglich sind.
Ja, allerdings muss der Antrieb für die auftretenden Belastungen ausgelegt sein. Unter Last können sich mechanische Komponenten elastisch verformen. Diese Verformungen müssen bei der Auslegung berücksichtigt werden.