Stabile Messergebnisse dank hochpräziser Kugelgewindetriebe in Prüf- und Messanlagen

Warum präzise Kugelgewindetriebe die Basis für verlässliche Messergebnisse sind

Philipp Schmalzhaf

von Philipp Schmalzhaf, Vertriebsleiter

Hochpräzisons-KGTs für die Messtechnik

Exakte Positionierung für reproduzierbare Messergebnisse in der Prüftechnik

In Mess- und Prüftechnik-Anlagen zählen reproduzierbare Ergebnisse mehr als alles andere. Jede Unregelmäßigkeit im Antrieb – sei es Spiel, Hysterese oder ungleichmäßige Geschwindigkeit – schlägt direkt auf die Messqualität durch. Hochpräzisions-Kugelgewindetriebe sind hier die Lösung für lineare Verstell- und Positionieraufgaben in Koordinatenmessmaschinen, Prüfständen oder optischen Systemen.

Hochpräzisions-KGTs im Positioniertisch

Hochpräzisions-KGTs kommen u.a bei Positioniertischen zum Einsatz

Kugelgewindetriebe, die alle Anforderungen der Mess- und Prüftechnik zuverlässig erfüllen

Konstrukteure definieren ihre Anforderungen meist sehr klar: höchste Positionier- und Wiederholgenauigkeit, minimales Umkehrspiel, konstanter Lauf und hohe Steifigkeit, damit die Mechanik nicht „mitarbeitet“. Geschliffene Kugelgewindetriebe mit kleiner Steigung, enger Steigungstoleranz und wählbarer Vorspannung erfüllen diese Anforderungen zuverlässig. Sie sorgen dafür, dass Sensoren, Messköpfe oder Prüflinge exakt dorthin fahren, wo sie sollen – und das immer wieder. Mit Messprotokollen, Auslegungsberatung und Erfahrung aus vergleichbaren Projekten unterstützen wir Sie bei der Auswahl der passenden Lösung. So bleibt für Sie transparent, warum gerade unser Produkt zu Ihrer Prüfanwendung passt und wie es langfristig zur Stabilität Ihrer Messergebnisse beiträgt.

Häufig gestellte Fragen zu Hochpräzisions-KGTs

Diese Art Kugelgewindespindeln sind mit reduziertem Axialspiel und hoher Maßhaltigkeit gefertigt. Dadurch können Sie in Bearbeitungszentren oder sonstigen Anlagen mit hoher Genauigkeit eingesetzt werden

Ja. Es gibt Miniaturkugelgewinde und kompakte Bauformen mit kleinem Außendurchmesser und verkürzter Mutter – ideal für beengte Bauräume.

Hochpräzisions-Kugelgewindespindeln haben engere Toleranzen, weniger Spiel und höhere Steifigkeit. Sie eignen sich für exakte Positionieraufgaben – Standardspindeln eher für einfache Vorschub- und Transportbewegungen.

C7 bis C1 sind gängig. C3–C1 für Positionieren, C7–C5 für Transport. Maßgeblich sind Ihre Anforderungen an Spindellänge, Spiel, Wiederholgenauigkeit und Belastung.

Positionierungstypen sind vorgespannt (spielarm), Transporttypen haben Spiel und sind einfacher – aber für genaue Bewegungen ungeeignet. Hohe Präzision spiegelt sich außerdem im Anschaffungspreis wieder.

Ja, es gibt Einzel-, Doppel- und Sondermuttern. Austausch ist bei Normteilen meist problemlos, bei Sonderformen bedingt möglich.

Meist über Schmierbohrungen für Öl oder Fett. Eine regelmäßige Schmierung ist wichtig für Lebensdauer und Laufruhe.

Vorspannung eliminiert Spiel, erhöht Steifigkeit und Präzision. Wichtig bei Positionieraufgaben, weniger relevant beim Transport.

Gerollt: kaltverformt, günstig, mittlere Präzision.

Geschliffen: spanend geschliffen und damit höchstpräzise.

Gewirbelt: spanabhebend geformt, schneller als die geschliffene Version und präziser als die gerollte Variante.

Schwerlasttypen haben robuste Laufbahnen und große Kugeln. Hochgeschwindigkeits-Typen nutzen größere Steigungen und spezielle Umlenkungen.

Wellen-Ø von 4–300 mm, Steigungen von 1–80 mm, Längen bis 12.000 mm (einteilig), bis 22.000 mm (mehrteilig verbunden).

Bei Spindeln: induktionsgehärteter Spezialstahl. Bei Muttern: vakuum-aufgekohlter Stahl. Sichert Lebensdauer und Belastbarkeit.

Die Lebensdauer kann theoretisch errechnet werden. Grundlage dafür ist die Lebensdauerberechnung für Kugellager. Sie wird beeinflusst von der Drehzahl, der Tragzahl und der Axialkraft.

DN = Durchmesser × Drehzahl. Mit dieser Formel kann die maximale Mutterdrehzahl errechnet werden.

Verschiedene Umlenkungen (intern, extern), Flanschformen, Mehrfachmuttern, kompakte Ausführungen und Sondergewinde.

Seitenkräfte sind absolut zu vermeiden. Es darf keine Überbestimmung durch die Spindellagerung entstehen. (De-)Montage der Mutter immer mit Hülse, ansonsten fallen die Kugeln aus der Mutter.

Frage nicht dabei?

Weitere Anwendungsbeispiele und Antriebslösungen finden Sie hier

Kugelgewindespindeln - GROB GmbH Antriebstechnik

Was ist ein Hochpräzisions-Kugelgewindetrieb?

Sie möchten verstehen, wie Hochpräzisions-Kugelgewindetriebe funktionieren und welche Unterschiede es zwischen den Varianten gibt? In unserem Lernartikel erklären wir anschaulich, was ein Hochpräzisions-KGT ist, welche Genauigkeitsklassen und Bauarten es gibt, wie es arbeitet und in welchen Anwendungsbereichen es eingesetzt wird.

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