Wiederholgenaue Positionierung und stabile Bewegungen für die Optikindustrie

Hochpräzisions-Kugelgewindetriebe ermöglichen in der Optikindustrie ruhige Bewegungen und höchste Präzision für sensible Anwendungen

Philipp Schmalzhaf

von Philipp Schmalzhaf, Vertriebsleiter

Optikindustrie - Blogbild

Wiederholgenaue Positionierung von Linsen, Spiegeln und Sensoren

In der Optikindustrie zählen Bruchteile eines Mikrometers über die Qualität optischer Komponenten. Trapezgewindetriebe oder Standard-Kugelgewindetriebe stoßen hier schnell an ihre Grenzen – etwa durch Umkehrspiel, ungleichmäßige Geschwindigkeit oder begrenzte Steifigkeit. Diese Ungenauigkeiten können die Ausrichtung von Linsen, Spiegeln oder Sensoren in optischen Systemen negativ beeinflussen und die Mess- oder Fertigungsqualität mindern.

Hochpräzisions-Kugelgewindetriebe von GROB bieten die passende Lösung. Sie übernehmen die wiederholgenaue Positionierung von optischen Bauteilen und Lineartischen, sorgen für gleichmäßige Bewegungen und minimieren Umkehrspiel. So lassen sich Präzision und Dynamik optimal kombinieren – genau das, was Konstrukteure in der Optiktechnik benötigen.

Linsenherstellung

Hochpräzisions-KGTs kommen u.a bei der Linsenherstellung zum Einsatz

Hochpräzisions-KGTs erfüllen Anforderungen der Optikindustrie zuverlässig

Typische Anforderungen in diesem Umfeld sind höchste Wiederholgenauigkeit, geringe Reibung, stabile Positionierung unter wechselnden Lasten und lange Lebensdauer. Geschliffene Kugelgewindetriebe mit wählbarer Vorspannung und enger Steigungstoleranz erfüllen diese Anforderungen zuverlässig. Optional sorgen Messprotokolle und unsere persönliche Auslegungsberatung dafür, dass die Lösung genau zu Ihrer Anwendung passt.

Mit GROB-Kugelgewindetrieben profitieren Sie nicht nur von höchster Präzision und Prozessstabilität, sondern auch von transparenten Qualitätssicherungsmaßnahmen und unserer langjährigen Erfahrung – gerade bei sensiblen Anwendungen in der Optikindustrie.

Häufig gestellte Fragen zu Hochpräzisions-KGTs

Diese Art Kugelgewindespindeln sind mit reduziertem Axialspiel und hoher Maßhaltigkeit gefertigt. Dadurch können Sie in Bearbeitungszentren oder sonstigen Anlagen mit hoher Genauigkeit eingesetzt werden

Ja. Es gibt Miniaturkugelgewinde und kompakte Bauformen mit kleinem Außendurchmesser und verkürzter Mutter – ideal für beengte Bauräume.

Hochpräzisions-Kugelgewindespindeln haben engere Toleranzen, weniger Spiel und höhere Steifigkeit. Sie eignen sich für exakte Positionieraufgaben – Standardspindeln eher für einfache Vorschub- und Transportbewegungen.

C7 bis C1 sind gängig. C3–C1 für Positionieren, C7–C5 für Transport. Maßgeblich sind Ihre Anforderungen an Spindellänge, Spiel, Wiederholgenauigkeit und Belastung.

Positionierungstypen sind vorgespannt (spielarm), Transporttypen haben Spiel und sind einfacher – aber für genaue Bewegungen ungeeignet. Hohe Präzision spiegelt sich außerdem im Anschaffungspreis wieder.

Ja, es gibt Einzel-, Doppel- und Sondermuttern. Austausch ist bei Normteilen meist problemlos, bei Sonderformen bedingt möglich.

Meist über Schmierbohrungen für Öl oder Fett. Eine regelmäßige Schmierung ist wichtig für Lebensdauer und Laufruhe.

Vorspannung eliminiert Spiel, erhöht Steifigkeit und Präzision. Wichtig bei Positionieraufgaben, weniger relevant beim Transport.

Gerollt: kaltverformt, günstig, mittlere Präzision.

Geschliffen: spanend geschliffen und damit höchstpräzise.

Gewirbelt: spanabhebend geformt, schneller als die geschliffene Version und präziser als die gerollte Variante.

Schwerlasttypen haben robuste Laufbahnen und große Kugeln. Hochgeschwindigkeits-Typen nutzen größere Steigungen und spezielle Umlenkungen.

Wellen-Ø von 4–300 mm, Steigungen von 1–80 mm, Längen bis 12.000 mm (einteilig), bis 22.000 mm (mehrteilig verbunden).

Bei Spindeln: induktionsgehärteter Spezialstahl. Bei Muttern: vakuum-aufgekohlter Stahl. Sichert Lebensdauer und Belastbarkeit.

Die Lebensdauer kann theoretisch errechnet werden. Grundlage dafür ist die Lebensdauerberechnung für Kugellager. Sie wird beeinflusst von der Drehzahl, der Tragzahl und der Axialkraft.

DN = Durchmesser × Drehzahl. Mit dieser Formel kann die maximale Mutterdrehzahl errechnet werden.

Verschiedene Umlenkungen (intern, extern), Flanschformen, Mehrfachmuttern, kompakte Ausführungen und Sondergewinde.

Seitenkräfte sind absolut zu vermeiden. Es darf keine Überbestimmung durch die Spindellagerung entstehen. (De-)Montage der Mutter immer mit Hülse, ansonsten fallen die Kugeln aus der Mutter.

Frage nicht dabei?

Weitere Anwendungsbeispiele und Antriebslösungen finden Sie hier

Kugelgewindespindeln - GROB GmbH Antriebstechnik

Was ist ein Hochpräzisions-Kugelgewindetrieb?

Sie möchten verstehen, wie Hochpräzisions-Kugelgewindetriebe funktionieren und welche Unterschiede es zwischen den Varianten gibt? In unserem Lernartikel erklären wir anschaulich, was ein Hochpräzisions-KGT ist, welche Genauigkeitsklassen und Bauarten es gibt, wie es arbeitet und in welchen Anwendungsbereichen es eingesetzt wird.

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